Patches schließen bekannte Angriffswege
Viele Angriffe nutzen Schwachstellen, für die längst Updates verfügbar sind. Je länger Systeme ungepatcht bleiben, desto größer wird das Risiko. Besonders gefährlich sind Geräte, die selten im Firmennetz sind oder deren Update-Status niemand kontrolliert.
Patch Management bedeutet daher nicht nur Updates freizugeben, sondern Sichtbarkeit zu schaffen: Welche Geräte fehlen, welche Updates sind kritisch, welche Installationen schlagen fehl?
Balance zwischen Sicherheit und Betrieb
Updates dürfen den Betrieb nicht unkontrolliert stören. Sinnvoll sind Testgruppen, gestaffelte Rollouts, Wartungsfenster und klare Regeln für Ausnahmen. Kritische Sicherheitsupdates brauchen jedoch schnellere Prozesse als normale Funktionsupdates.
Tools wie MECM, Intune, Windows Update for Business oder Patch-Management-Lösungen helfen, diese Balance herzustellen. Entscheidend ist ein definierter Prozess.
Drittanbieter-Software nicht vergessen
Browser, Java, PDF-Reader, Remote-Tools, VPN-Clients und Kollaborationssoftware sind ebenfalls relevante Angriffsflächen. Ein gutes Patch-Konzept berücksichtigt daher nicht nur Microsoft-Updates.
Für KMU ist ein pragmatischer Start möglich: kritische Anwendungen identifizieren, Update-Quellen standardisieren und Reports regelmäßig prüfen.
Praktische Checkliste für KMU
- Patch-Status aller Clients sichtbar machen
- Kritische Updates priorisieren
- Test- und Pilotgruppen definieren
- Drittanbieter-Anwendungen in den Prozess aufnehmen
- Fehlgeschlagene Updates aktiv nachverfolgen
ITAdler Praxisfokus: ITAdler hilft, Patch Management für Windows Clients und wichtige Anwendungen strukturiert aufzubauen oder bestehende MECM/Intune-Prozesse zu verbessern.