Backups müssen wiederherstellbar sein
Ein Backup ist nur dann wertvoll, wenn es im Ernstfall verfügbar und getestet ist. Unternehmen sollten prüfen, ob Sicherungen vom normalen Netzwerk getrennt sind, ob ältere Versionen vorhanden bleiben und ob Wiederherstellungen regelmäßig getestet werden.
Ransomware versucht oft, Backups mitzuverschlüsseln oder zu löschen. Deshalb sind Offline-, Immutable- oder getrennt geschützte Backup-Konzepte besonders wichtig.
Identitäten und Endgeräte absichern
Viele Angriffe beginnen mit Phishing, gestohlenen Zugangsdaten oder ungepatchten Systemen. MFA, Conditional Access, sichere Passwortrichtlinien und eingeschränkte Administratorrechte reduzieren das Risiko deutlich.
Auf Endgeräten zählen Patch Management, Endpoint Protection, EDR/MDR, Makro- und Skriptkontrolle, Browser-Sicherheit und das Entfernen unnötiger lokaler Adminrechte. Diese Maßnahmen erschweren sowohl Erstzugriff als auch Ausbreitung.
Vorbereitung entscheidet im Notfall
Im Angriff zählt nicht nur Technik, sondern Geschwindigkeit. Wer entscheidet? Wer wird informiert? Welche Systeme werden getrennt? Wo liegen Notfallkontakte? Welche Priorität haben Server, Clients und Daten?
Ein einfacher Incident-Response-Plan mit Kontaktdaten, Eskalationswegen, Wiederanlaufreihenfolge und Kommunikationsregeln hilft, Chaos zu vermeiden.
Praktische Checkliste für KMU
- Backup-Wiederherstellung testen
- MFA für E-Mail, VPN und Admin-Konten erzwingen
- Kritische Systeme und Clients zeitnah patchen
- Lokale Adminrechte und privilegierte Konten reduzieren
- Notfallplan mit Rollen und Kontakten erstellen
ITAdler Praxisfokus: ITAdler bietet Ransomware-Readiness-Checks und Workshops, um Schwachstellen sichtbar zu machen und konkrete Sofortmaßnahmen zu priorisieren.